Untersuchungen
Wein-Untersuchungsmethoden
Ein Winzer muss seine Weinbehandlung gezielt durchführen und die Weinkontrolle im Betrieb selbst vornehmen. Aus diesem Grunde kennt er viele verschiedene Untersuchungsmethoden. Die wichtigsten davon sind:
Alkoholbestimmung
Der Alkoholgehalt eines Weines wird entweder in Volumenprozent (%vol) oder in Gramm pro Liter (g/l) angegeben. Er ist gleich der Anzahl der Liter reiner Alkohol (Ethanol), die in 100 Litern Wein enthalten sind. Die Bestimmung wird exact bei 20° Celsius durchgeführt.
Die Umrechnungsformel hierfür lautet:
%vol Alkohol x 7,894 = g/l Alkohol
Beispiel
14 %vol Alkohol x 7,894 ergibt 110,516 g Alkohol pro Liter.
Die Bestimmung des Alkohols kann nach verschiedenen Methoden erfolgen:
Alkoholbestimmung mit dem Malligand-Gerät
Mit dem Malligand-Gerät (Ebullioskop) kann der Alkoholgehalt des Weines am einfachsten und auch am schnellsten gemessen werden. Darüber hinaus reicht die Genauigkeit des Gerätes für die Praxis meistens aus.
Die Messung unterliegt folgendem Prinzip: Wasser hat einen höheren Siedepunkt als Alkohol. Der Siedepunkt des Weines ist um so niedriger, je mehr Alkohol im Wein enthalten ist. Reines Wasser siedet bei einem Luftdruck von 760 mm Quecksilber bei 100° Celsius. Bei reinem Ethanol hingegen liegt der Siedepunkt bei 78,3° Ceslius.
Alkoholbestimmung mittels Destillation
Die Alkohohlbestimmung mittels Destillation ist die genaueste Art. Sie wird mit Hilfe eines Dichtermessers für Flüssigkeiten (Pyknometer) durchgeführt. Nach der Destillation einer genau bestimmten Menge Weines wird das Destillat mit Wasser auf die ursprüngliche Menge ergänzt und dessen Dichte bei 20° Celsius gemessen. Der Alkoholgehalt wird dann mit Hilfe von Tabellen ermittelt.
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