Wein und Gesundheit

Gesund durch Wein?

Wein, der immer als gesundheitsschädliches Genussmittel geächtet wurde, wird nun sogar in den höchsten medizinischen Kreisen als Heilmittel mancher Krankheiten gehandhabt.

 

Was unsere Vorfahren schon wussten

Seit ca. 2500 Jahren weiss man, dass Wein wenn man ihn nicht missbraucht, ein Heilmittel sein kann. Die alten Römer vor allem Hippokrates, der als "Vater der Medizin" betitelt wird, erkannte im Wein so manche heilende Wirkung. Die heutige Medizin weiß z.B. dass Rotwein eine ähnlich vergleichbare Wirkung wie Aspirin hat. Das bedeutet, dass man sowohl Kopfschmerzen als auch Darmerkrankungen, Herzkreislauferkrankungen behandeln kann. Weiters ist der edle Tropfen natürlich auch für Wundbehandlung (keimabtötend), zum Fiebersenken und für den vermehrten Harnlass einsetzbar. Sogar als Narkotikum konnte man ihn verwenden wenn man ihn in hohen Dosen zu sich nahm. Obwohl schon im alten Rom Wein als Heilmittel fungierte brauchte der heutige Mediziner lange bis er die heilende Wirkung anerkannt.

 

Was bedeutet moderat?

Man muss bei der Bezeichnung "Heilmittel" aber immer darauf hinweisen, dass dies nur gilt bei moderatem (mäßigem) Genuss. Statistiken belegen das solch ein Genuss die Lebenszeit erhöhen kann und sogar gesünder für den Körper ist im Vergleich Alkohol zu meiden. Aber bei zu viel Genuss des Rebensaft ändert sich das Ergebnis schlagartig, das bedeutet das die Sterberate sich deutlich erhöht. Also bitte Vorsicht vor Alkoholmissbrauch. Es gilt der Grundsatz: Ein Weinkenner trinkt jeden Tropfen mit Genuss und Hirn und weiß wann er genug hat.

 

Woraus besteht Wein?

Wein besteht wie der menschliche Körber ca. aus 2/3 Wasser (ca. 80 Prozent). Wie viel Wasser oder Inhaltsstoffe verwendet werden, hängt ganz von Traubensorten, Reifegrad, Jahrgang, Bodenart und Klimafaktoren ab. Zum Arzneimittel macht den Wein nicht nur der Alkohol, sondern auch Zucker, Säure und Aromastoffe. Neben bei spielen auch noch Mikronährstoffe und Phenole eine wichtige Rolle. Bei der Weinerzeugung werden die Phenole (organische Verbindungen, zB. Farb- und Gerbstoffe) aus der Traube herausgelöst. Welche Menge man herauslösen kann hängt von der Reife der Frucht und der Art der Herstellung des Weins ab.

 

So wirkt Wein auf das Herz-Kreislauf-System

Eine besondere Wirkung wird Alkohol und die Phenolen. Alkohol wirkt zum Beispiel positiv auf die Cholesterinwerte im Blut, das bedeutet er hebt das gute HDL (high density lipoprotein) und senkt das schlechte LDL (low density lipoprotein. Auf den Körper hat er eine gefäßerweiternde Winkung und fördert somit die Durchblutung, Bluthochdruck wird dadurch verhindert. dass Blut wird verflüssigt und fließt somit leichter durch den Körper. Außerdem wird das Thromboserisiko vermindert, was weiters auch das Herzinfarktrisiko senkt. Phenole sind hocheffektive Antioxidantien und verhindern Peroxydreaktionen im Körper. Es bedingt das entstehen von freien Radikalen, die für die Krebs- und Tumorentstehung verantwortlich sind. Auch Herzgefäßerkrankungen könne durch sie entstehen, außerdem wird der Altersprozess auch Radikalentstehung zurückgeführt.

 

Wein und Verdauung

Wein fördert die Verdauung und aktiviert die Geschmacks- und Verdauungsdrüsen im Mund. Im Magen wird die Sekretion von Verdauungssäften angeregt, weiters werden Gallenblase, Pankreas (Bauchspeicheldrüse) und Leber positiv in ihrer Arbeit beeinflusst. Infektionen im Magen-Darm-Trakt können durch die keimabtötende Wirkung des Weins behandelt werden bzw. man kann Infektionen vorbeugen.

 

Wieviel Wein darf's sein?

Da Wein kein vorschriftsmäßig zu dosierendes Pharmaka ist bleibt es jedem selbst überlassen wie viel man sich selbst "zumuten" möchte. Außerdem ist der tägliche Genuss von Wein kein Muss für die Gesundheit sondern nur eine Empfehlung. Deshalb gibt es auch keine offizielle Tagesdosis. Laut Studien können aber Frauen bis ca. 24 Gramm (0,2 bis 0,3 Liter) Alkohol und Männern bis ca. 32 Gramm (0,4 bis 0,5 Liter)Alkohol täglich zu sich nehmen, ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen in Kauf nehmen zu müssen. Wie viel Alkohol man verträgt hängt von Geschlecht, Körpergewicht und Konstitution ab.

 

Vorsicht ist geboten

Kinder und Jugendliche sind von der Empfehlung des mäßigem Alkoholgenuss strengstens auszuschließen! Natürlich auch Personen, die abhängig waren oder werden könnten sollte Alkoholgenuss untersagt werden. Weiters ist erwiesen das jeder Tropfen Alkohol den eine Frau während Schwangerschaft oder Stillzeit zu sich nimmt auf die Gehirnentwicklung schwere Auswirkungen hat (jeder Tropfen vermindert den IQ um 5%). Auch verboten ist der Genuss von alkoholischen Getränken am Arbeitsplatz oder während der Einnahme von Medikamenten und im Straßenverkehr!

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