Wein und Poesie

Wein und Poesie

Der Wein ist unter den

Getränken das Nützlichste,

unter den Arzneien

das Schmackhafteste

und unter den Lebensmitteln

das Angenehmste.

Plutarch (50-125 n. Chr.) 

Der Wein macht das Gehirn sinnig,

schnell und erfinderisch,voll von

lebenden, feurigen und

ergötzlichen Bildern.

Shakespeare (16.Jhdt.) 

Und wird einmal der Geist uns trübe,

wir baden uns im alten Wein,

und ziehen mit Gesang und Liebe,

in unseren Freudenhimmel ein.

W.Hauff 

Winzer füllt die Fässer!

Eimer, krumme Messer,

Butten sind bereit.

Lohn für Müh' und Plage,

sind die frohen Tage in der Lesezeit.

Unsre Mädchen singen

und die Träger springen,

alles ist froh;

bunter Bänder schweben

zwischen hohen Reben

auf dem Hut von Stroh.

Joh.Gaudenz v. Salis-Seewis 

Der Wein, der gilt als Sorgernbrecher,

doch lediglich für frohe Zecher;

denn wer ihn baut und will verkaufen

kann öfter sich die Haare raufen!

 

Der Wein ist ein Spiegel der Menschen

Alcäus-Fragmente

Sie boten mir sieben Sorten Wein

im Keller am Weinberg droben.

Ich trank ihn, goldgrün im Abendschein,

und konnte jeden loben.

Dann ging ich über die Hügel weit,

der Himmel war rotes Blut,

ich lebte außerhalb der Zeit

und fand die Welt so gut.

In diesen Worten lag sein ganzes Leben.

Carl ROTKY, Prof., Dr. med., Malder, Grafiker und Schriftsteller,

übte seinen erlernten Beruf als Arzt nie aus.

 

Guter Wein ist halbes Leben.

Hieronimus Bock , 16. Jhdt 

 

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