Weinprobe und Lagerung

Lagerung und Reifung

Wein wird bei Temperaturen von ca. 15°C und bei hoher Luftfeuchtigkeit in dunklen Kellern gelagert. Sonnenlicht würde dem Wein Schade zufügen deshalb sehen alle alten Weinkeller ähnlich aus und haben wegen der hohen Luftfeuchtigkeit ein einen modrigen Geruch. Weiters sollte Wein immer liegend gelagert werden, damit der Kork in Berührung mit dem Wein bleibt und nicht austrocknet. Substanzen mit starken Gerüchen müssen vom Wein ferngehalten werden, damit er nicht etwaige Aromen aufnimmt. Leichte Rot- und Weißweine sollten schon nach 1 - 3 Jahre getrunken werden denn bei längerer Lagerzeit verlieren sie ihre Qualität.

Es gibt aber auch andere Sorten von Wein, die erst nach längerer Lagerzeit zeigen, was in ihnen steckt. Sie brauchen Zeit, um ihr volles Aroma zu entwickeln. Diese Zeit nennt man Reifeentwicklung, welche von Herkunft, Jahrgang und Kellereiausbau beeinflusst wird. Die lange Haltbarkeit des edlen Tropfen wird von mehreren Sachen (hoher Alkohol, Süße, hoher Extraktgehalt, Säure, usw. ) beeinflusst. Ein kleiner Fehler würde kein zufriedenstellendes Ergebnis entstehen lassen. Es gibt aber auch Weine, die erst nach 10 - 20 Jahren richtig gereift sind zB. Bordeaux mit Cabernet Sauvignon, sie enthalten Tannin (Gerbstoff).

Nach 100 Jahren kann man nur noch Beeren- und Trockenbeerenauslesen genießen.

 

Mit allen Sinnen genießen

Wenn man Wein richtig genießen will, muss man mit all seine Sinnen arbeiten. Sehen, das bedeutet feststellen ob der Wein klar ist und welche Farbe er hat. Ist ein Wein z.B. reif, so schimmert er wie Gold. Riechen, wie sich das Aroma des Weins in der Luft entfaltet (Bukett). Um wiedergeben zu können was man bei solchen Düften empfindet muss man lernen wie man Gerüche beschreibt. Erlernen kann man dies durch das vergleichen mit anderen Gerüchen zB. Früchte wie Äpfel, Beeren oder Pfirsiche aber auch Düfte von Blumen, Feldern, Holz.

Gut kaufen, gut lüften, gut sortieren

Mit Hilfe von Luft Entfalten sich Düfte nicht nur an Geschmacksknospen sondern auch in der Nase. Deshalb gibt es viele Weingenießer, die den Wein schlürfen oder Luft nach dem Weingenuss nachziehen und in sozusagen über die Zunge rollen. Um seinen Geschmacksinn nicht zu verwirren steigert man beim Verkosten nach Intensität der Weine zB. trocken vor lieblich, jung vor alt, leicht vor schwer. Man kann aber auch nur bei bestimmten Weinsorten bleiben!

Beim Zusammenstellen von Proben kann man verschiedenste Themen wählen zB weine aus einem Anbaugebiet (hier kann man versuchen ein gebietstypisches Aroma zu entdecken). Oder Sie vergleichen die gleiche Sorte aus verschiedenen Gebieten bzw. Weinbaubetrieben, zu guter letzt kann man auch weine verschiedener Jahrgänge vergleichen (es ist sehr beeindruckend wie von Jahr zu Jahr sich die Qualität ändert).

Wenig Aufwand, viel Genuss

Das einzige Gebot beim Verkosten ist, den Wein richtig zu kühlen: Weiße ca. 8 Grad Celsius, Rote ca. 18 Grad bis zu Zimmertemperatur.

Trinktemperatur

Das Glas

Das richtig Weinglas ist tulpenförmig, damit sich das Bukett des Weins entfalten kann und damit man die Farbe richtig beurteilen kann sollte das Material so gewählt werden das man keine Fingerabdrücke erkennen kann (glasklar und mit Stiel).

 

Brötchen oder Brot

Brot und Wasser neutralisieren den Geschmacksinn und können dem Verkoster als "Unterlage" dienen. Nach dem Verkosten sollte eine ausreichende Mahlzeit folgen.

 

Auf ins Vergnügen

Eine Kleine Weinprobe: 4 - 5 Sorten. Bei ca. 14 Weinen kann die Unterscheidungsfähigkeit beeinträchtigt werden.

Entkorkt wird mit einem Korkenzieher (große Windungen) so behutsam wie möglich, damit keine Korkenspäne in den Wein fällt. Vor allem Korken von älteren Weinen sind sehr brüchig. Weißweine werden kurz vor dem genießen geöffnet Rotweine viel früher. Damit Duft und Aroma sich entfalten können. Die Weingläser füllt man nur bis zur Hälfte um dem Wein Platz zum Arbeiten zu lassen.

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